Massenkündigungen in Langnau am Albis: Jetzt braucht es sozialverträgliche Lösungen!

Medienmitteilung

Massenkündigungen in Langnau am Albis: Jetzt braucht es sozialverträgliche Lösungen!

Die überraschende Kündigung von 284 Mietparteien in der Vita-Siedlung in Langnau am Albis sorgt für grosse Unsicherheit. Die Art und Weise, wie diese Entscheidung kommuniziert wurde, lässt viele Fragen offen. Die glp Langnau am Albis fordert die Zürich Versicherung dazu auf, gemeinsam mit der Gemeinde und den Betroffenen tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Eine Chance für einen sozialverträglichen Wandel

Sanierungen und Verdichtungen sind in Zeiten des Wohnraummangels notwendig, doch sie müssen mit Weitsicht und sozialer Verantwortung umgesetzt werden. Ein gelungenes Beispiel bietet das Projekt Frohburg der Helvetia-Versicherung in Zürich Oerlikon[1][2]. Dort entstehen 657 neue Wohnungen, wobei langjährige Mieterinnen und Mieter ein Vorzugsrecht auf vergünstigten Wohnraum erhalten. Dieses Vorgehen wurde vom Mieterinnen- und Mieterverband als potenzielles Vorbild für sozialverträgliches Bauen gelobt.

Die glp Langnau am Albis sieht dieses Modell als möglichen Ansatz für Langnau:

     

      1. Etappierte Umsetzung statt überstürzter Kündigungen

           

            • Statt einer abrupten Massenkündigung sollte ein gestaffelter Übergang erfolgen, sodass betroffene Mieterinnen und Mieter mehr Zeit haben, sich auf Veränderungen einzustellen.

            • Durch eine schrittweise Sanierung könnten bestehende Wohnungen länger genutzt werden, während neue Wohnangebote entstehen.

        1. Vorzugsrecht und Wiedereinzug in Neubauwohnungen

             

              • Langjährige Mieterinnen und Mieter sollten ein Anrecht auf Rückkehr in die Neubauten haben – idealerweise zu vergünstigten Konditionen, wie es bei der Frohburg-Siedlung in Oerlikon praktiziert wird.

              • Dies würde nicht nur bestehende soziale Strukturen erhalten, sondern auch die sogenannte Gentrifizierung verhindern, dass Menschen unfreiwillig aus ihrem vertrauten Umfeld verdrängt werden.

        Sofortmassnahmen: Übergangslösungen schaffen Bis neue Wohnräume entstehen, braucht es kreative Sofortlösungen. Die Stadt Zürich hat mit der Containersiedlung in Altstetten[1][2] gezeigt, dass temporärer Wohnraum pragmatisch und menschenwürdig gestaltet werden kann. Ein solches Modell sollte nun auch für Langnau geprüft werden, um den betroffenen Mietparteien eine übergangsweise Wohnmöglichkeit in der Region zu bieten.

        Ein Appell an die Zürich Versicherung

        Die glp Langnau am Albis fordert die Zürich Versicherung auf, sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst zu sein. Eine Projekt dieser Grössenordnung erfordert nicht nur bauliche Planung, sondern auch ein tragfähiges Sozialkonzept für die betroffenen Menschen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Mieterorganisationen und den Betroffenen selbst ist jetzt zentral, um eine sozialverträgliche Lösung zu finden.

        Die glp ist überzeugt: Ein durchdachtes, etappiertes Vorgehen mit einem klaren Angebot für den Wiedereinzug kann ein Vorbild für zukunftsfähiges Bauen in Langnau sein – für eine nachhaltige und sozial gerechte Siedlungsentwicklung.

        glp Langnau am Albis

         

         


        [1] https://www.fogo.ch/

        [2] https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/temporaere-containersiedlung-fogo-in-zuerich-altstetten?urn=urn:srf:video:92bf39f2-e4aa-43f0-bd6a-f16990ffebcd

        [1] https://www.fogo.ch/

        [2] https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/temporaere-containersiedlung-fogo-in-zuerich-altstetten?urn=urn:srf:video:92bf39f2-e4aa-43f0-bd6a-f16990ffebcd

        [1] https://www.tagesanzeiger.ch/wohnung-zuerich-das-ungewoehnliche-grossbauprojekt-in-oerlikon-727339840360

        [2] https://frohburg-helvetia.ch/projekt